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... Herzlich willkommen im “Weinberg-Garten”
des Ramandolo!
Mir ist nicht genau bekannt,
wem die Vaterschaft
dieser glücklichen
Bezeichnung zusteht.
Stattdessen kann ich sagen,
dass diese
getreu die Realität dessen wiedergibt,
was das erste Wachstum
des Friaul Julisch Venetien
ist und bleibt.

Ein “Weinberg-Garten”, der nicht dazu ausgerüstet ist, nur ein Produkt von großer Klasse hervorzubringen – und der Ramandolo ist ein Wein, wie alle anerkennen, mit einer derartigen Finesse, die eine gleichartige oder zumindest ähnliche Behauptung zulässt, wie die zu den berühmten süßen Weinen auf dem internationalen Markt – aber auch die Möglichkeit bietet, mit der önologischen Produktion andere zusammenhängende sowie an die Branche des Weinbaus gebundene Tätigkeiten zu verflechten, wie zum Beispiel der Agrartourismus, der in der Kommune von Nimis bis vor wenigen Jahren eine unmöglich vorhersehbare Entwicklung verzeichnen konnte.
Wer sich in diesem Winkel zwischen den Östlichen Hügeln des Friaul und dem Park des Rebstocks und des Weines aufhält, woraus kann er Nutzen ziehen? Vergessen wir vor allem nicht, dass Nimis glücklicherweise innerhalb einer Region liegt, die Ippolito Nievo mit Recht als “kleines Kompendium des Universums” bezeichnete, um zu sagen, dass es in diesem Gebiet wirklich alles gibt: hier leben in einem Raum von wenigen Dutzend Kilometern das Meer, die Berge, die Ebene und die Hügel nebeneinander. Diese Umgebung auch dem namhaften Schriftsteller gut bekannt, der sich in der Burg Colloredo di Monte Albano aufhielt, so dass er einige Anregungen für seinen volkstümlichen Roman von Torlano di Sopra übernahm, wo er die Ereignisse des “Conte Pecoraio” ansiedelte. Ein nach Nimis kommender Urlauber kommt nicht umhin, diesen Winkel von unbestrittener Schönheit zu besichtigen, der sich senkrecht über den “klaren, frischen, sanften” Gewässern des Cornappo eröffnet, der von Forellen, Döbeln und Krebsen “bevölkert” ist. Die beiden Ufer dieses Flusses, der auf dem Gran Monte entspringt, werden durch die Brücke Ponte degli Angeli verbunden, eine gewagte Konstruktion, die zu den eindrucksvollsten des Friaul gehört. Auf den linken Ufer wurde sie nach dem Erdbeben im Jahre 1976 angemessen wieder aufgebaut, durch das sie praktisch zerstört wurde. Gerade dieser Teil ist als “Borgo Nievano” bekannt.
Der Straße zum Ort hinauf folgend lässt sich die antike Kirche der Hlgn. Gervasio und Protasio für den Besucher mühelos erreichen: sie überragt Nimis mit ihrem tausendjährigen Turm auf einer kleinen Anhöhe, kurz hinter der gerade genannten Brücke über den Fluss.
Die Anlage der Pfarrei von Nimis – die sich einst bis nach Resia erstreckte und heute die Bevölkerung von Povoletto bis Taipana im Glauben vereint – ist aus dem 12.-13. Jahrhundert, jedoch gehen ihre Ursprünge sechs bis sieben Jahrhunderte weiter zurück, da sie auf den Fundamenten eines heidnischen Tempels errichtet wurde. Wertvoll sind die antiken Freskenzyklen, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eingegliedert wurden und aus der Hand von Tita Gori stammen, dem Maler, der in dem schönen Steinhaus direkt gegenüber der Kirche geboren wurde, in dem sich eines der berühmtesten Gasthäuser der Ortschaft befindet.
Wie kann man schließlich das Mittagessen krönen? Es gibt die rustikalen Uessuz frisch aus dem Ofen von San Gervasio nach einem Rezept aus dem Mittelalter, das bereits von den Mönchen verwendet wurde, die in einem kleinen Kloster im Schatten der historischen Pfarrkirche lebten. Man sollte sie aber nicht so, trocken verzehren: genießen Sie stattdessen dazu ein Glas “Ramandolo” oder besser noch, tauchen Sie sie darin ein. Diese Kombination ist perfekt und ihr Geschmack wird sie während der ganzen Zeit begleiten, die Sie im Nimis-Tal verbringen, wobei sich in Ihnen der Wunsch regt, wenn sie zurückkehren, erneut diese einfache aber angenehme Zusammenstellung zu probieren. Und für einen gelungenen Abschluss? Ein duftender Grappa. Aus “Ramandolo” natürlich und aus dem Treber jener Trauben destilliert, die im “Weinberg-Garten” gepflückt werden.

(von Giuseppe Longo - Herzlich Willkommen im “Weinberg-Garten”)

Consorzio Tutela Ramandolo Nimis UD; e-mail: info@ramandolo.it

Überarbeitung dank des Beitrages durch den Piano di Sviluppo Rurale della Regione autonoma Friuli Venezia Giulia,
misura m, sottomisura m1, Azione 1. Regolamento (CE) n. 1257/99