Der
Ramandolo ist seit längst
vergangenen Zeiten bekannt.
Es finden sich Verweise in alten Dokumenten,
die von traumhaften Banketten berichten,
die für berühmte historische Persönlichkeiten
bei ihrem Besuch während der vergangenen
Jahrhunderten im Friaul abgehalten wurden, |
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und
er ist in der Erinnerung von Poeten und Schriftstellern haften geblieben,
die ihn in den Speisesälen der Edlen probiert sowie in ihren
Werten oder Erinnerungen an Reisen in den Friaul genannt haben.
Als junger Önologe aus dem Friaul hatte ich zwischen dem Ende
der vierziger und dem Anfang der fünfziger Jahre mehrmals Gelegenheit,
dieses Produkt kennen zu lernen, das langsam nach den Katastrophen
des gerade zu Ende gegangenen Krieges wieder aufkam. Es war der Rechtsanwalt
Antonio Comelli, der Sohn von Weinbauern aus Nimis, der mich mit der
Begeisterung seiner Familie für diesen Wein ansteckte, der besonders
von seiner Mutter geliebt und gepflegt wurde, an die ich mich mit
viel Zuneigung erinnere ...
Seinerzeit gab es weder die D.O.C. noch die Gesetze, die heute die
Eigenschaften der Trauben, der Weine und der zugehörigen Produktion
für den Handel regeln. Deshalb unterlag der Ramandolo ausschließlich
der Fähigkeit seiner Produzenten und der Nachfrage auf dem Markt. |
Heute, nach vielen
Jahren gegenseitig gewinnbringender Tätigkeit des Konsortiums
zum Schutz des Ramandolo, nach Anerkennung der von diesem Produkt
erreichten Qualität sowie seines wirtschaftlichen Wertes auch
auf Grundlage der aufwendigen Arbeiten zur Modernisierung der Weinberge
auf den Hügeln und unter Berücksichtigung des von diesem
Produkt auf den nationalen und ausländischen Märkten erzielten
großen Erfolgs, besteht der Wunsch, diese Perle des Weinbaus
aus dem Friaul noch stärker zu qualifizieren. Dies geschieht
durch die Beantragung und den Zuspruch des Wechsels von der Kontrollierten
Ursprungsbezeichnung zu der prestigereicheren und garantierten des
D.O.C.G. als erstem Wein in unserer Region.
Wichtige Studien der Universität von Udine, die von den Professoren
Zironi und Peterlungher durchgeführt werden, belegen, dass
der Verduzzo Friulano Clone Ramandolo ein sehr alter Weinstock ist,
der weit vor der Ankunft der Römer im Friaul angebaut wurde.
Die DNA dieses Weinstocks ist neben weiteren autochtonen Sorten
aus dem Friaul, die gewiss zukünftig ebenfalls zur Geltung
gebracht werden, Zeugnis für die Ankunft der Pflanzen zur Weinerzeugung
im Laufe einer Jahrhunderte langen Reise vom Mittleren Orient, über
die gemäßigte Zone des Gebietes im Norden des Kaspischen
Meeres und des Schwarzmeeres, Rumäniens, Ungarns bis hin zu
unseren Hügelgebieten des Friaul.
Historische Zeugnisse gibt es dafür reichlich, von den Bottichen
und Fässern, die vom Kaiser Massimino benutzt wurden, um den
Fluss Isonzo zu überqueren, nachdem seine Feinde die Brücke
zerstört hatten, bis zum gerade noch erkennbaren Namen einer
Straße, die vom Meer zu den Bergen und dann nach Norden führte
und als Via Barilaria bezeichnet wurde ...
Dies alles beweist umso mehr, dass die Berufung des Friaul und im
Besonderen seiner Hügelgebiete für den Weinbau eine Tradition
besitzt, die sich in längst vergangenen Zeiten verliert ...
(von Orfeo Salvador - Memoris a Ramandul) |
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