In römischer Zeit befestigt besaß Nimis mit seinen Ortsteilen
und Stadtteilen auch während des Herzogtums der Langobarden
im Friaul eine große strategische Bedeutung und besitzt eine
der ältesten Kultstätten der Region, die Pfarrkirche der
Hlgn. Gervasio und Protasio. Auf den Resten eines vorchristlichen
Tempels in der Nähe des Castrum Nemas etwa um das 8. Jahrhundert
errichtet, wurde sie etwa um 1300 auf die heutigen drei Kirchenschiffe
erweitert.
Von großem Interesse sind die Burg Cergneu, die Wallfahrtskirche
Madonna delle Pianelle aus dem 18. Jahrhundert und die kleine Kirche
S. Giovanni Battista aus dem 16. Jahrhundert, von der aus man einen
Ausblick über das herrliche “Trogtal” von Ramandolo
genießen kann, in dem der gleichnamige berühmte Wein
als erster DOCG des Friaul hergestellt wird.
Dem Auge bietet sich ein grünes Amphitheater mit alten und
mühsam, wohl geordnet auf den sanften Hügeln seit Jahrhunderten
angelegten Terrassen, wo das besondere Klima die intensive Sonne
sich mit leichtem und dauerhaftem Regen abwechseln lässt. Umgeben
von üppigen Buchen-, Ulmen- und Akazienwäldern, die dem
Honig von Nimis seinen Duft verleihen und wird man unmittelbar an
das spirituelle Leben der Natur in den Legenden und magischen Riten
der Kelten erinnert.
Nimis gehört auf Grund der besonderen Beispielhaftigkeit und
Qualität ihrer Weine und weil der Ramandolo seinen Namen und
Ursprung aus ihrem Territorium ableitet, mit dem sie in Geschichte,
Tradition und Kultur verbunden ist, eine von 438 Städten des
Weines in Italien.
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